Absturzsicherung 2014 - eine Herausforderung ...

 

... nicht nur für die Mannschaft.

Für den Gruppenführer bot sich nach dem Eintreffen der Feuerwehr ein für die Gsengeter ungewohntes Bild.

Ein junger Radler kam auf dem Adalbert-Stifter-Radweg von der Bahn ab und stürzte die Böschung hinab. 

 

Ausgestattet mit diesen wenigen Informationen, was in der Realität leider oft der Fall ist, erkundete der Gruppenführer erst einmal die Lage.

Hier war schon die erste Schwierigkeit: Der relativ dichte Bewuchs musste in die Einsatztaktik integriert werden.

"Wo setzte ich mein Personal am effektivsten ein? Wie sollen sie vorgehen um die Leinen nicht zu verknoten und um einen sicheren Rückweg zu gewährleisten?" Dies waren nur zwei der vielen Fragen die hier beantwortet werden mussten.

 

Nach der Erkundung erfolgte die Befehlsausgabe am Fahrzeug.

 

Sogleich wurden die ersten Knoten und Stiche gemacht um eine schnelle Erstversorgung und Betreuung des Verletzten gewährleisten zu können.

 

Zur Erstversorgung und Betreuung des Verletzten wurde der erste Trupp mit Rückhaltemitteln ausgerüstet und sicher den ca. 20m langen und steilen Abhang abgeseilt.

 

Unten angekommen stellte sich heraus, dass der Junge nicht eigenständig laufen kann und wohl getragen werden muss. 

Leider war aufgrund der Rahmenbedingungen eine Nachalarmierung der Bergwacht oder anderer Rettungskräfte nicht möglich, so dass sich die Mannschaft auf die im Gsengeter Fahrzeug befindlichen Dinge besinnen musste.

Kurzerhand wurde dann die tragbare Leiter als Behelfstrage umfunktioniert, der Verletze darauf festgeschnürt und in fast perfekter Koordination den Hang herauf befördert.

 

Hier stand dann plötzlich die Kommunikation von Abgestiegenen und Sichernden im Mittelpunkt. Unterstützen die Sicherer zu wenig, haben die Anderen zu wenig halt und rutschen ab, unterstützen sie zu viel kommen die "Angeleinten" nicht hinterher und werden zu Fall gebracht.

Alles in Allem bot die Übung für die Gsengeter eine ungewohnte Situation, welche aber ruhig, besonnen und vor allem sicher gemeistert wurde. Außerdem konnte man hier sehen wie viel man mit nur wenigen Mitteln, auch als kleine Feuerwehr, mit einfachen Mitteln bewirken kann.

Es zeigte sich aber auch, dass es im Ernstfall Knoten und Stiche quasi blind beherrscht werden müssen. Hier hat es sich bewährt dass die Gsengeter Wehr über das Jahr verteilt immer wieder 10 Minuten "opfert" um hier zu Trainieren.

 

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Ich hoffe es hat allen Beteiligten Spaß gemacht und es wurde wieder etwas gelernt. Ich plane schon an der nächsten Übung.

 

Euer Ausbildungsteam Absturzsicherung