Chronik der freiwilligen Feuerwehr Gsenget

Die offizielle Gründungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gsenget fand 1902 statt. 20 Männer aus dem Gebiet der Gemeinde Gsenget versammelten sich zur Gründung der Feuerwehr, bei der Hr. Schmidbauer zum ersten Kommandanten gewählt wurde.

Doch schon 1881 hatten sich in Gsenget 25 Gemeindebürger unter Hauptmann Leonhard Lang mit Schimmelbach zu einer Feuerwehr zusammengeschlossen.

Bis zum Jahre 1896 konnte der Mitgliederstand der Feuerwehr Schimmelbach / Gsenget auf 55 Spritzenmännern und 47 Ordnungsmänner ausgebaut werden.

Die Pflichtfeuerwehr Gsenget bestand dabei aus 19 Steigern, 22 Spritzenmännern und 16 Ordnungsmännern. (Auszug aus dem Bezirksamt Wolfstein)

So war es nur folgerichtig, dass sich die Wehr 1902 als selbständige Feuerwehr organisierte und den Mitgliederstand in den nächsten Jahren auf 35 Mann ausbauen konnte.

Doch der I. Weltkrieg ging auch in Gsenget nicht ohne Schaden vorüber. Obwohl auf 26 Mann reduziert, begann Kommandant Matthias Seibold voller Energie und Einsatz mit dem Aufbau nach dem Krieg. Schon 1919 konnte die erste Vereinsfahne, unter der Fahnenmutter Maria Schauberger, geweiht werden.

 

untere Reihe v.l.: Wagner, „Damahansl Resi“ Grinninger, Hofbauer Babette, Stockinger, Riedl Maria, Raab Kreszenz, Süß Maria, NN, Fuchs Vordermühle, Fuchs,

2te Reihe v.l.: Maurer?, Krieg „Horei“, Seibold Maria, Berger Maria, NN, Altendorfer Anna, NN,

3te Reihe v.l.: Ascher Josef, Schuh Rosl, Schuh Resl, Wagner Maria, NN, NN, NN,

4te Reihe: NN, NN, Maurer?, Dacherl,NN, Süß Ludwig, Seibold Hans, Meisl Alois,

obere Reihe v.l.: Thurnreiter Michl, Seibold Hiasl, NN, Windorfer Max, Weidinger

 

Auch der Mitgliederstand konnte durch Kommandant Riedl und Matthias Seibold (ab 1927) bis zum Jahre 1933 auf 40 aktive und 12 passive Mitglieder ausgebaut werden.

Als neuer Kommandant übernahm 1933 Johann Hobelsberger die Feuerwehr. Trotz der Probleme durch den II. Weltkrieg wechselte die Wehr  1944 die von handbetriebene Saug- und Druckspritze mit einer TS8 aus. Für diese Pumpe schaffte man 1946 einen offenen und 1949 einen geschlossenen Hänger an.

 Bei der Primiz von Neupriester Fritz Karl nahm die Feuerwehr Gsenget mit vielen anderen Vereinen an der Primiz in Neureichenau teil.

 

 

 

Einen kompletten Führungswechsel bei der Feuerwehr Gsenget gab es 1953. Durch einen tragischen Verkehrsunfall verunglückte der bisherige Kommandant Johann Hobelsberger tödlich. Neuer Kommandant wurde Fritz Kieninger. Als Vorstand trat Josef Schinagl zurück, dessen Stelle übernahm Franz Raab.

Nun begann man neue Investitionen für die Ausrüstung und Ausstattung durchzuführen. 1956 errichtete man ein neues Gerätehaus und konnte 1960 einen VW-Bus sowie eine neue Tragkraftspritze erwerben.

Vorher wurde noch ein großes Fest gefeiert. Im Jahre 1958 erwarb man eine neue Fahne  und weihte diese. Zugleich übernahm  Martha Hölzl das Ehrenamt als neue Fahnenmutter.

 

v.l.n.r.: Eggersdorfer Heidi, Lang Frieda, Heidi Kinateder, Martha Hölzl, Irene Hözl,, Kirchner Elfriede, Windorfer Hannelore

 

Neben der Erneuerung der  Ausrüstungen begann man auch, die theoretische Ausbildung durchzuführen. Durch Leistungsprüfungen legte die Wehr den Grundstein für die Vertiefung der Löschkenntnisse, wie den geordneten Aufbau von der Wasserentnahmestelle bis zur Brandbekämpfung.

1974 übernahm Otto Kosak den Vorstand bei der Feuerwehr und 1976 wurde Albert Mößthaler zum Kommandanten gewählt. Die Wehr hatte zu diesem Zeitpunkt 64 aktive, 20 passive und 8 Ehrenmitglieder.

Im Mai 1977 feierte die Feuerwehr ihr 75-jähriges Gründungsfest. Mit einem Fackelzug, Totenehrung und einem Heimatabend begannen die Feierlichkeiten.

 

 

 

 

Zum Festgottesdienst am 29. Mai 1977  konnten 40 Vereine und Verbände begrüßt werden.

 

Die Fahnenmutter Martha Hölzl wurde vor dem Haus abgeholt und in einem Festzug zum Festzelt begleitet. Pfarrer Rudolf Braun zelebrierte anschließend einen feierlichen Gottesdienst. Vorstand Otto Kosak begrüßte Schirmherr und Bürgermeister Alfons Hellauer, Landrat Franz Schumertl, sowie zahlreiche Gemeinderäte und die zahlreich teilnehmenden Vereine.

Zusätzlich erhielt die Feuerwehr im Jahr 1977 einen Unimog, der als Feuerwehrauto umgerüstet wurde und den bisherigen VW-Bus ersetzte.

Das alte Feuerwehrhaus erfüllte den Anforderungen einer modernen Feuerwehr nicht mehr. Deshalb genehmigte die Gemeinde Neureichenau einen Neubau für das Feuerwehrhaus in Gsenget. Neben einer großzügigen Garage konnten auch ein Aufenthaltsraum, Sanitäranlagen und Geräteabstellanlagen eingebaut werden. Am 24. Juli 1988 wurde bei einem Festgottesdienst das neue Gerätehaus eingeweiht.

 

 

1983 wurde das 100. Mitglied aufgenommen, derzeit liegt die Anzahl der Mitglieder bei 156.

1990 konnte ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug TSF angeschafft und am 26.August 1990 eingeweiht werden.

 

 

 

Bei der Generalversammlung 1998 stellte man zufrieden fest, dass bereits 11 Gruppen ihre Leistungsprüfungen abgelegt haben, zudem 2 Gruppen ein THL – Leistungsabzeichen besitzen. Ebenfalls hat die Wehr eine Jugendabteilung, die 1997 gegründet wurde und eine Damengruppe, die bereits am 30. Juli 1989 ihre Leistungsprüfung ablegte.

Nach 24 Jahren traten 1998  Otto Kosak als Vorstand und Albert Mößtaler als Kommandant, der das Amt ebenfalls schon 22 Jahre inne hatte zurück. Albert Mößtaler wurde zum Vorstand und als Kommandant Norbert Süß gewählt. Im November 1998 wurde Norbert Süß  neuer Kreisbrandmeister für sieben Wehren der Gemeinde Neureichenau und Haidmühle.

Im Jubiläumsjahr 2002 konnte die Feuerwehr Gsenget zwei Feste feiern. Nachdem die langjährige Fahnenmutter Martha Hölzl zurücktrat, begann für Monika Süß am 21. April 2002 das neue Amt der Fahnenmutter. Die FFW Gsenget ernannte Martha Hölzl zur Ehrenfahnenmutter.

 

 

 

Zugleich feierte man vom  16. – 18. August das 100-jährige Jubiläum der Feuerwehr Gsenget. Das Fest begann bereits am Freitag mit einer Zeltdisco für die Jugend. Am Samstag folgte die Einholung der Fahnenmutter und ein  anschließendes Standkonzert am Festzelt. Bei einem Gottesdienst wurde der Verstorbenen gedacht und langjährige Mitarbeiter geehrt. Dabei wurde Otto Kosak sen. zum Ehrenkommandanten ernannt. Die Stimmungsband „Die Schmalzler“ regierte  im Festzelt und heizten den Besucher mit Musik ein. 52 Vereine kamen am Sonntag zur Festveranstaltung und bildeten einen beeindruckenden Festzug von zwei Kilometern. An der Spitze fuhr ein Cabrio mit der Ehrenfahnenmutter Martha Hölzl und Ehrenkommandant Otto Kosak. Fahnenmutter Monika Süß führte die Festdamen an.  Die einzelnen Züge wurden von den Blaskapellen Neureichenau, Breitenberg und Jandelsbrunn angeführt. Pfarrer Klaus Hoheisel hielt den Festgottesdienst im Zelt und weihte die von der Fahnenmutter und Festdamen gestifteten Fahnenbänder.

 

Anschließend begrüßte Vorstand Albert Mößthaler die anwesenden Vereine, Ehrengäste und besonders den Patenverein Neureichenau. Weitere Festredner waren Fahnenmutter Monika Süß, Schirmherr Alfons Hellauer, Bürgermeister Walter Bermann, Landrat Alexander Muthmann und Kreisbrandinspektor Max Gaßner.

1.Reihe v.l.:  1) Norbert Süß 2) Siegfried Sammer 3) Udo Augsburger 4) Pfarrer Klaus Hoheisel 5) Alfons  Hellauer 6) Heidi Altendorfer 7) Karin Schmöller 8)  Monika Süß 9) Martha Hölzl 10) Christina Altendorfer 11) Brigitte Kieninger 12) Hilde Kieninger 13) Adolf Lang 14) Herbert  Kieninger 15) Alfred Watzl 16) Robert Raab

2.Reihe v.l.: 1) Gerhard Sammer 2) Josef Sammer 3) Josef Zillner 4) Theo Grimps 5) Max Gaßner 6) Johann Altendorfer 7) Gottfried Eggersdorfer  8) Leonhard Altendorfer 9) Herbert Grimps 10) Josef Krinninger 11) Mario Grimps 12) Otto Kosak 13) Alexander Wilhelm 14) Rudi Wilhelm  15) Albert Mößthaler 16) Franz Gez

3.Reihe v.l.: 1) Leonhard Altendorfer sen. 2) Hobelsberger Johann 3) Fritz Schauberger 4) Georg Lang 5) Johann Bauer 6) Max Süß 7) Johann Stockinger sen. 8) Albert Wagner 9) Rudi Krenn 10) Walter Karl 11) Roland Kosak 12) Klaus Altendorfer 13) Albert Mößthaler jun. 14) Hubert Altendorfer 15) Erich Sitter 16) Franz Schmid 17) Fritz Kieninger

4.Reihe v.l.: 1) Fritz Krinninger 2) Josef Griebl 3) Georg Kosak sen. 4) Georg Kosak jun. 5) Christian Altendorfer 6) Robert Lang 7) Wolfgang Bauer 8) Helmut Wagner 9) Josef Krenn 10) Otto  Hölzl 11) Wolfgang Wagner 12) Josef Plank 13) Johann Geier 14) Josef Lang sen. 15) Heinz  Stockinger 16) Hermann Bauer 17) Max Süß sen.

5.Reihe v.l.: 1) Hans Seidl 2) Walter Stockinger 3) Willi Kieninger 4) Jürgen Altendorfer 5) Johann Stockinger 6) Stefan Krenn 7) Hubertus Kieninger 8) Markus Angerer 9) Stefan Kieninger 10) Alexander  Breitenfellner 11) Daniel Leuchtner 12) Josef Altendorfer 13) Max Altendorfer 14) Richard Altendorfer 15) Josef Lang 16) Max Lang

6. Reihe v.l.: 1) Martin Gez 2) Josef Schauberger 3) Albert Altendorfer 4) Willi Krenn 5) Ludwig Url 6)  Josef  Lang

 

 

 

Fahnenmutter mit Festdamen

 

 

vordere Reihe v.l.: Wagner Sabrina, Altendorfer Sonja, Süß Monika, Seibold Alexandra, Stockinger Sarah

hintere Reihe v.l.:  Kosak Kerstin, Angerer Eva, Süß Christina, Süß Eva-Maria, Hölzl Eva-Maria